Mai 2026
Sparkassen-Tourismusbarometer Schleswig-Holstein: Erste Ergebnisse
Am 27. Mai wurden die ersten Ergebnisse des Sparkassen-Tourismusbarometers 2026 in Neumünster vor über 120 Teilnehmern vorgestellt.
News, März 2026

sh-tourismus.de / Jan Konitzki
Vier Jahre nach dem Start zieht der echte Norden eine Zwischenbilanz zur Umsetzung der Tourismusstrategie Schleswig-Holstein 2030. Aus erster Hand erfahren
die rund 200 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten Konferenz zur Tourismusstrategie, welche Themen und Projekte aus den zehn Handlungsfeldern in Arbeit oder bereits umgesetzt sind.
Das Fazit zur Halbzeit ist erfreulich: Die Strategie wandelt sich zusehends von der konzeptionellen Grundlagenarbeit hin zur praktischen Umsetzung.
In allen zehn Handlungsfeldern wurden Fortschritte erzielt. Rund zwei Drittel der insgesamt 38 Leitprojekte sind bereits umgesetzt oder befinden sich in der Umsetzung. 39 Prozent der Projekte sind abgeschlossen oder dauerhaft etabliert, weitere 37 Prozent werden aktuell bearbeitet. Die notwendigen Mittel, insbesondere für Grundlagenarbeit, wurden bereitgestellt: seit Beginn der Tourismusstrategie hat das Land Schleswig-Holstein 2,9 Millionen Euro in Projekte, Studien und weitere Maßnahmen investiert, um die Umsetzung voranzubringen.
Julia Carstens, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein ist am Vormittag auf der Konferenz anwesend und gibt selbst einen Impulsvortrag. „Schleswig-Holstein hat in den ersten Jahren der Umsetzung der Tourismusstrategie gute Fortschritte gemacht. Die kommenden Jahre sollten sich darauf konzentrieren, die vorhandenen Stärken auszubauen, neue innovative Konzepte zu entwickeln und vor allem Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Vernetzung im Tourismus zu sichern“, so die Staatssekretärin.
Ein zentrales Instrument der Tourismusstrategie ist ein landesweites Kennzahlensystem, das sich aus neun Kennzahlen zusammensetzt. Für die Kennzahlen wurden Zielwerte bzw. Zielrichtungen bis 2030 definiert. Die aktuellen Zwischenergebnisse, die jetzt vom Deutschen Institut für Tourismusforschung an der Fachhochschule Westküste zusammengestellt wurden, zeigen, dass die Zielerreichung der Kennzahlen im Plan ist.
Manon Krüger vom Deutschen Institut für Tourismusforschung an der Fachhochschule Westküste erklärt: „Weitere wichtige Datenerhebungen sind ebenfalls erfolgt, jetzt müssen wir sie im Detail auswerten. Dies betrifft zum Beispiel zentrale Bereiche wie Gästezufriedenheit und Tourismusakzeptanz unter den Einheimischen. Hier zeigen sich jetzt schon solide Werte.“
Damit die Strategie langfristig wirkt, müssen auf Landesebene Rahmenbedingungen geschaffen werden. Diese setzen Impulse für regionale Projekte, die neue Angebote und Attraktionen hervorbringen, räumliche und saisonale Verteilung von Gästen sowie Qualität und Nachhaltigkeit im Tourismus verbessern.
Diese Datenbank vereinfacht die Arbeit der Tourismusakteure, generiert zusätzliche Reichweite und Sichtbarkeit ihrer Themen und stellt einen Mehrwert für Gäste dar, die schnell und digital an verlässliche Informationen kommen. Das Tool wurde auf Landesebene von der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH) erstellt und wird von ihr für die touristischen Partner dauerhaft betrieben. Widgets, seit 2025 im Einsatz, ermöglichen es touristischen Partnern kostenlos alle eingespielten Daten - wie Veranstaltungen, Sehenswürdigkeiten, Naturerlebnisse, Kulturhighlights etc. – über Websites und Apps auszuspielen und so digital zu verbreiten.
Das Binnenland in Schleswig-Holstein deckt rund 80 % der gesamten Landesfläche ab. Ein Ziel der Tourismusstrategie ist es, den Binnenlandtourismus zu stärken. Seitens des Landes stehen bis 2030 für dieses Handlungsfeld für investive und nicht-investive Projekte rund 13 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung.
Zur Grundlagenarbeit gehörte hier beispielsweise die Erstellung einer Strategie für das Binnenland, und ebenso die Einrichtung der ARGE Binnenland. Diese Arbeitsgemeinschaft entscheidet beispielsweise über zu fördernde Projekte. Zwei Projekte sind bereits bewilligt worden: „Neumünster digital erleben – in Raum und Zeit“ und „Vivaplan - Entwicklungs- und Konzeptphase für den Naturerlebnisort Vivaneum“.
**Britta Franke, **Leiterin des Umsetzungsmanagements der Tourismusstrategie 2030, appelliert: „In fast allen Handlungsfeldern wurden wichtige Grundlagen geschaffen, mit denen jetzt schon gearbeitet werden kann. So wird die Tourismusstrategie Schritt für Schritt mit Leben gefüllt. Nun geht es darum, diese Ergebnisse in die Praxis zu bringen und die Umsetzung weiter in die Breite zu tragen – von der Landesebene über die Regionen bis in die Kommunen.“
Bis 2030 wird es nun verstärkt um die Umsetzung vor Ort gehen. Das bedeutet, dass Touristikerinnen und Touristiker mit den Rahmenbedingungen arbeiten. Das kann die Schaffung barrierearmer Angebote, die Umsetzung von Projekten mit Fördermitteln oder eigener Wissensaufbau über Webinare sein. Zugleich stehen Herausforderungen wie die ökologische Transformation des Tourismus, Fragen der Klimaanpassung oder auch der Fachkräftesicherung weiterhin auf der Agenda. Die Digitalisierung bleibt ein zentrales Querschnittsthema für die touristische Entwicklung im Land und findet sich in verschiedenen Leitprojekten wieder.
Quelle: TA.SH-Pressestelle
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