Wie kann Tourismus gemeinsam mit der Bevölkerung gestaltet werden? Dieser Frage ist eine Workshop-Reihe in mehreren Orten Schleswig-Holsteins nachgegangen. Der vorliegende Leitfaden „Impulse für mehr Tourismusbewusstsein – Praxisansätze aus Ideenwerkstätten in Schleswig-Holstein“ zeigt: Der Dialog mit den Einwohnerinnen und Einwohnern ist entscheidend.
Die vierstündigen Workshops wurden gemeinsam von der TouristiCon GmbH/FH Westküste und dem NIT durchgeführt. Sie richteten sich an Interessierte, die sich aktiv in die nachhaltige Entwicklung von Destinationen und Lebensräumen einbringen möchten. Ausgewählt wurden die folgenden Modellorte:
- Eutin
- Glückstadt
- Husum
- Lütjenburg.
- Ratzeburg.
Die Ergebnisse der Ideenwerkstätten zeigen, dass vielerorts eine hohe Identifikation mit dem eigenen Wohnort besteht. Dies ist eine wichtige Grundlage für Engagement, kann aber auch Nutzungskonflikte auslösen. Gleichzeitig zeigt sich, dass ein fehlendes Bewusstsein für den Tourismus ebenso herausfordernd sein kann wie eine hohe Belastung. Maßnahmen zu ergreifen beschränkt sich folglich nicht nur auf Orte mit hoher Tourismusintensität und geringer Tourismusakzeptanz, sondern betrifft auch Orte mit geringerer touristischer Nachfrage bzw. mit starken saisonalen Schwankungen.